Das Stargarder Tor wurde als zweites Tor um 1350 erbaut und ist der südlichste Zugang zur Stadt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert wurde das Vortor erbaut. Es ist ein klassisches Beispiel der Baukunst der aufstrebenden Gotik. In früheren Zeiten wurde das Stargarder Tor auch "Wendisches Tor" oder "Wanzkaer Tor" genannt. Diese Bezeichnung "Wendisches Tor" soll an die slawischen Bevölkerung erinnern, die Bezeichnung "Wanzkaer Tor stellt eine Beziehung zum Zisterziensernonnenkloster Wanzka her. Das Stargarder Tor besitzt einen Staffelgiebel mit 9 Blendnischen. In den Blendnischen befinden sich 9 Figuren aus Terrakotta, Backstein und Putz. Nähere Angaben zu den Figuren können nicht gemacht werden, da keine geschichtlichen Überlieferungen bekannt sind. Das Fachwerkzollhaus befindet sich in der 40 m langen östlichen Zwingermauer, heute ist dort eine Uhrmacherwerkstatt für antike Uhren. Im Stargarder Vortor befindet sich eine Wohnung.